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Pucken

Pucken-Kofler

Ein Bericht von Heike Kofler, Elternberaterin

Ich biete Hilfe suchenden Eltern meine Beratung als Hausbesuch an. Hauptsächlich bin ich in den Landkreisen Ebersberg, Rosenheim München Land und München Stadt tätig. So kann ich den Eltern in ihrem alltäglichen Umfeld Hilfestellung geben.

Die Eltern haben in der Regel schon alle ihnen bekannten Ärzte aufgesucht, Ratschläge von Freunden und Bekannten angenommen. Viele scheuen sich, weitere Hilfe von außen anzunehmen, sie werden zeitweise überflutet von Beratungsangeboten. Dabei sind oft längere Wartezeiten nötig, sie müssen mit ihrem häufig schreienden Säugling weite Anreisen in Kauf nehmen, und so geht der Teufelskreis weiter.

Wenn ich bei den Eltern bin, kann ich mir zunächst ein Bild machen. Die Eltern berichten, ich versuche mir Klarheit zu verschaffen, wie der Tagesablauf ausschaut, welche „Orte“ von den Kindern benutzt werden. Wann und wie viel trinkt das Baby? Schläft das Kind im Bett, im Elternbett, im Maxi Cosi, in der Hängematte ... ? Wo „spielt“ das Kind, kann es überhaupt allein sein? Ich bringe Verständnis für ihre Situation auf.

Die Antworten der Eltern sind meist ähnlich. Das Baby weint sehr viel. Mein Spitzenreiter brachte es immerhin auf 16 Stunden am Tag. Es trinkt wenig, schläft unter dem Trinken ein, wenn die Mutter es dann hinlegt, wacht es nach kurzer Zeit wieder auf. Allein sich beschäftigen? Fehlanzeige.

Also versuche ich, den Eltern die Wichtigkeit des Schlafens zu verdeutlichen. Denn wenn das Kind ausgeschlafen ist, kann es auch ausreichend trinken und sich allein beschäftigen. Ebenso wichtig sind die Orte. Wenn das Baby immer am selben Ort schläft und spielt, tritt ein gewisser Wiedererkennungseffekt ein. Es erkennt die Orte und weiß, was dort passiert. Wenn es im Bett liegt, bekommt es die Information: Ich darf jetzt schlafen; im Laufstall oder einem kleinen abgegrenzten Platz darf es immer spielen. Bei Mama oder Papa darf es trinken, anschließend schmusen und gewickelt werden. Wenn das Baby die Orte und die Reihenfolge wiedererkennt und sich darauf verlassen kann, ist einem Teil der Babys und Eltern schon geholfen.

Als zusätzliche Hilfe biete ich den Eltern das Pucken an. Pucken ist eine zeitlich befristete Unterstützung, die das Baby wieder zur Ruhe kommen lässt. Ab einem Alter von 6 Monaten sollte nicht mehr gepuckt werden, da das Kind sich auf den Bauch drehen könnte und nicht mehr von selbst zurück kommt. Mit Hilfe von zwei auf die Größe des Babys abgestimmten Tüchern wird das Kind für die Zeit des Schlafens vollständig eingewickelt. Auch das vermittelt den Babys Verlässlichkeit und Wiedererkennungscharakter. Oft schlafen die Kinder schon ein, wenn ihnen nur die Tücher angelegt werden, ohne Weinen, häufig sogar ohne Schnuller.

Durch die Tücher wird den Babys eine räumliche Grenze angeboten, die sie spüren lassen: Hier höre ich auf. Dies ist für ein Baby sehr wichtig, denn jetzt bildet sich sein Tastsinn aus, was heißt, dass es sich selbst findet, was nur möglich ist, wenn es weiß, wo es aufhört. Gleichzeitig wird es an die Enge des Mutterleibes erinnert, zumindest dann, wenn es schläft.

Wie wichtig die Schlafphase für die Gehirnentwicklung ist, haben Hirnforscher bereits belegt. Die Synapsenausbildung bzw. Reifung des Hirns passiert im Schlaf. Die Babys fühlen sich geborgen, kuschelig. Für wichtig halte ich, dass die Kinder in möglichst natürlicher Kleidung schlafen: Wolle, Seide, Baumwolle. Der Wärmehaushalt wird organisiert. Leider sind viele Babys heute zu leicht bekleidet. Damit die Organe sich gut entwickeln können, braucht es aber die konstante Körpertemperatur. Ist diese nicht vorhanden, wird sie aus den Gliedmaßen „gezogen“, um die Organe zu versorgen. Das Kind friert und weint auch deshalb.

Ich habe ausschließlich positive Erfahrung mit der Kombination Regelmäßigkeit und Pucken gemacht. Der schönste Lohn für meine Arbeit ist die Zufriedenheit der Mütter und Ausgeglichenheit der Babys. Viele Mütter haben Tränen in den Augen vor Dankbarkeit und Erleichterung. Die Kinder sind oft wie verwandelt.

Kosten: Der Erstbesuch kostet z. Z. ab 50,- € . Sollte ein zweiter Besuch nötig
sein, berechne ich dafür ab 35,- € (je nach Entfernung). Darüber hinaus ist eine Telefonberatung möglich, die ich mit 15,- € berechne. Eltern sind häufig überrascht, wie viel Schlaf ihr Kind wirklich braucht.

Des weiteren sind die Tücher bei mir erhältlich. Es gibt drei verschiedene Größen: Der Preis liegt ab 29,- € plus Versand pro Set.

 

Kontakt-Adresse:

Heike Kofler
Erzieherin, Elternberaterin, Ausbildung bei IPSUM (Institut für Pädagogik, Sinnes- und Medienökologie) in München
Arbeit mit Säuglingen von 0-6 Monaten, Schreibabys, Hausbesuche im Münchner Osten und München, Einführung und Anleitung zum Pucken, Tagesablaufplanung, Vermittlung von Eindeutigkeit und Rhythmus.
Bahnhofstr.11
85567 Grafing
Tel: (0 80 92) 33 64 04
Handy: (01 78) 4 83 40 16
E-Mail: heike.kofler@schrei-beratung.de
Homepage: www.schrei-beratung.de

 

© 2006 by Heike Kofler

 

 

Weiterführende Links:

Erfahrungsbericht einer Mutter mit Bezugsadresse für Pucksäcke

Pucken Anleitung – Tipps rund ums Baby Pucken

 

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